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Ruhige Nächte mit Babys und Kindern

Tipps für optimale Schlafbedingungen für Babys und Kinder

Was braucht es für einen guten Schlaf bei Babys und Kindern?

Es gibt viele verschiedene Ursachen warum unsere Kleinsten schwer einschlafen können oder die Nacht oft unruhig ist. Auf Die 11 häufigsten Gründe warum Babys nachts so oft aufwacht bin ich bereits in einem anderen Beitrag eingegangen, du findest in hier. In diesem Artikel gebe ich dir wertvolle Informationen, wie du optimale Bedingungen für einen guten Schlaf schaffen kannst.

Jedes Kind schläft anders

Vorab möchte ich unbedingt erwähnen, dass, auch wenn du die besten Voraussetzungen für den Schlaf deines Babys schaffst, dies keine Garantie dafür ist, dass dein Baby alleine einschläft oder sogar durchschläft. Jedes Kind ist anders und braucht etwas anderes um gut durch die Nacht zu kommen! Was das sein kann, darauf gehe ich weiter unten ein.

Wieviel Schlaf braucht mein Baby?

Viele Eltern sind verunsichert, wenn ihr Säugling weniger schläft als das Kind der besten Freundin, das Kind der Nachbarn beziehungsweise weniger als erwartet. Dabei ist auch der Schlafbedarf von Kind zu Kind verschieden, genau so wie bei uns Erwachsenen. Es gibt Neugeborene die brauchen 20 Stunden Schlaf am Tag, andere kommen wiederum mit nur 16 Stunden aus.

 

Ob dein Baby genug schläft kannst du feststellen, indem du es gut im Blick hast: Entwickelt es sich gut? Ist es in den Wachphasen gut gelaunt? Nimmt es gut zu?

Diese Fragen darfst du dir stellen, wenn du Sorge hast, dass dein Kind zu wenig schläft. Wenn du dir dennoch unsicher bist, kontaktiere mich gerne hier und wir schauen gemeinsam was dein Liebling gerade braucht.

beste Voraussetzung für Baby- und Kinderschlaf

Optimale Voraussetzungen für guten Kinderschlaf

Die richtige Schlafumgebung

Eine Grundvoraussetzung, damit dein Baby gut und sicher schlafen kann ist, dass du einen angenehmen und sicheren Schlafplatz schaffst.

Dieser sollt so aussehen:

 

  • Bequem und sicher: Sowohl für deinen Schatz, als auch für dich, wenn du dich nachts um dein Baby kümmerst.

  • Ruhig

  • Dunkel: Grundsätzlich sollte es nachts dunkel sein, manche Kinder schlafen jedoch lieber, wenn es nicht ganz dunkel ist. Dafür empfehle ich ein gedämpftes Nachtlicht (nicht zu hell) in den Farben rot oder grün, ev. auch gelb. Baues und weißes Licht hemmt die Bildung des Schlafhormons Melatonin, was dazu führen kann, dass sowohl wir Erwachsenen, als auch unsere Kindern schwerer wieder einschlafen.

  • Temperatur: Achte darauf, dass es nicht zu warm im Schlafzimmer ist. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Wenn das nicht möglich ist, vor allem im Sommer, dann ziehe deinem Baby entsprechend weniger an beim Schlafen. Wenn dein Kind in der Nacht schwitzt oder es ihm zu warm ist, dann schläft es auch schlechter.

  • Frischluft: Wenn es die Temperaturen und die Wohnverhältnisse zulassen, ist es auch sehr angenehm bei offenem Fenster zu schlafen. Dein Baby sollte dabei natürlich nicht in der Zugluft liegen. Sollte das nicht möglich sein, empfehle ich vor dem Schlafen gehen gut durchzulüften.

  • Gemeinsamer Schlaf: Viele Babys (nicht alle!) schlafen gerne in der Nähe ihrer Eltern bzw. ihrer Familie. Das gibt ihnen die Sicherheit die sie in der Nacht brauchen um gut schlafen zu können. Das kann im Beistellbett neben dem Elternbett sein oder aber auch alle gemeinsam im Familienbett (unter Berücksichtigung der empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen).

Baby gut einschlafen

Eine gute Nacht beginnt schon am Tag

Weil unsere Kleinsten trotz bequemer Schlafumgebung nicht unbedingt gut schlafen, gibt es noch einige Punkte die du untertags beachten kannst, um deinem Kind dabei zu helfen abends gut einschlafen zu können und die Nacht so ruhig wie möglich wird. Dazu gehören:

  • Geregelter Tagesablauf: Kinder mögen Routinen und Regelmäßigkeiten. Das muss nichts Großartiges sein, ein Routine ist z.B. Aufstehen – Anziehen – Frühstücken – Spazieren gehen. Das Kind weiß dann genau, was als nächstes passiert und das gibt ihm Sicherheit.

  • Ausreichend Bewegung: Kinder haben einen großen natürlichen Bewegungsdrang, dem es auch nachgehen sollte. Und das am Besten im Freien.

  • Zeit an der frischen Luft: Das tut nicht nur unseren Kindern gut, sondern auch uns! Das Tageslicht ist wichtig für die Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus, für gute Stimmung und Wohlbefinden und natürlich auch für die Vitamin-D-Aufnahme.

  • Genügend Ruhepausen einlegen: Achte darauf, dass dein Kind nicht übermüdet. Wenn dein Schatz Müdigkeitsanzeichen zeigt, lege eine Pause ein. Denn wenn ein Kind übermüdet ist, kann es dazu führen, dass es schlechter einschläft, nachts häufiger aufwacht und der Schlaf generell weniger erholsam ist.

  • Vermeide Überreizung: Zu viel Action am Tag kann zu Stress und Überreizung führen. Dadurch wird Cortisol (Stresshormon) ausgeschüttet, wodurch es deinem Kind schwerer fällt einzuschlafen und auch die Nacht unruhiger sein kann. Auch wenn ihr an einem Tag viel vor habt, sorge dafür, dass sich dein Kind zwischendurch ausruhen und erholen kann, damit es nicht überreizt wird.

 

Wie du siehst, gibt es einige Dinge, die man schon untertags berücksichtigen kann, damit unsere Kleinsten gut auf die Nacht vorbereitet sind. Abschließend möchte ich noch darauf eingehen, was du abends, vor dem schlafen gehen beachten kannst, damit dein Kind leichter zur Ruhe kommt.

Wie schläft mein Baby gut ein?

 Damit dein Kind am Abend gut loslassen und entspannen kann, kann ihm folgendes helfen:

 

  • Regelmäßige Abendroutine: Das kann sein: Abendessen – waschen, umziehen – Buch vorlesen – Licht abdrehen – schlafen. Dein Kind kennt dann diesen Ablauf und weiß ganz genau was als nächstes passiert.
    Mach dir da aber bitte keinen Druck, falls das mal nicht geht – unsere Kinder sind sehr anpassungsfähig. Beobachte einfach dein Kind, wie es reagiert bzw. wie es sich auf das Einschlafen auswirkt, wenn es mal ganz anders läuft. Dann wirst du merken, ob und wie wichtig Routinen für dein Kind sind.

     

  • Individueller Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus pendelt sich meist erst mit ca. 8 Monaten ein (nach der 8-M-Schlafregression).
    Wenn es schon einen Rhythmus gibt, versuche so gut wie möglich diesem zu folgen und dein Kind rechtzeitig ins Bett zu bringen.

     

  • Einschlaffenster beachten: Es gibt gewisse Zeiten in denen es deinem Kind leichter fällt einzuschlafen. Wenn du ein solches „Einschlaffenster“ verpasst, kann es 20 – 30 Minuten dauern, bis sich das nächste öffnet. Damit du die richtige Zeit erwischst um deinen Liebling ins Bett zu bringen, achte auf die Müdigkeitsanzeichen.

  • Einschlafhilfen nutzen: Es gibt viele verschiedene Hilfsmittel, mit denen es unseren Kleinsten leichter fällt einzuschlafen. Die häufigsten sind Stillen und Tragen. Sofern das für alle Beteiligten okay ist, spricht auch nichts dagegen! Einschlafstillen kann so lange praktiziert werden, so lange es für Mama und Kind ok ist.
    Andere Einschlafhilfen können sein: Federwiege, Pezziball, Weißes Rauschen, …

    Zu beachten ist hier, dass nicht eines nach dem anderen ausprobiert wird, wenn eine Methode nicht gleich funktioniert. Das würde dein Kind nur überfordern und stressen!

  • Einschlafbegleitung (Co-Regulation): Viele Kinder brauchen die Nähe und Geborgenheit eines Elternteils um gut einschlafen zu können. Lange Einschlafbegleitungen können jedoch sehr herausfordernd sein, deswegen achte gut auf dich und mache es dir in dieser Zeit so bequem wie möglich! Wenn du gestresst bist und nur darauf wartest, dass dein Kind endlich einschläft, spürt das dein Kind und schläft möglicherweise noch schlechter ein. Deswegen versuche die Zeit, in der du bei deinem Kind bist für dich zu nutzen, um zu entspannen, ev. zu meditieren oder ein Hörbuch anzuhören.

Baby- und Kinderschlafberatung

Fazit

 Ich hoffe, ich konnte dir in diesem Beitrag ein paar wertvolle Tipps geben, wie du die optimalen Voraussetzungen für eine gute Nachtruhe mit deinem Kind schaffen kannst.

 

Sei dir jedoch bewusst, dass Schlaf ein sehr komplexes Thema ist und von so vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, dass es trotz der idealen Bedingungen keine Garantie für ruhige Nächte gibt!

Das, was du tun kannst, ist bestmöglich für deinen kleinen Liebling da zu sein und ihn mit viel Liebe und Fürsorge in den Schlaf zu begleiten. Denn nur so lernt dein Kind, dass es auch in der Nacht, wenn alles dunkel und leise ist, in Sicherheit ist.

 

Beachte bitte auch, dass jedes Kind unterschiedlich ist und jedes Kind andere Vorlieben hat. Deswegen probiere dich aus in dem, was dir und deinem Kind gut tut! Und sei nicht zu streng mit dir, wenn es einmal nicht so gut läuft! Du bist auch nur ein Mensch und tust dein Bestes!

 

Wenn du die Schlafsituation deines Kindes gerne genauer betrachten möchtest und es noch besser im Bezug auf das Thema Schlaf unterstützen willst, melde dich gerne hier bei mir. Gemeinsam schauen wir, was eure Familie gerade braucht um die Nächte ruhiger und erholsamer zu gestalten. Ich freue mich auf euch!

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Ich bin Karin, Familienberaterin, Schlafcoach und selbst Mama von 2 Kindern. Ich unterstütze dich dabei neue Wege zu erholsameren Schlaf und ein entspanntes und harmonisches Miteinander mit deinem Kind zu finden.

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