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Gründe warum Babys in der Nacht oft munter werden

Die 11 häufigsten Gründe warum Babys nachts munter werden

Warum wacht mein Baby nachts häufig auf?

Wir kennen sie alle – die Bilder aus der Werbung in der ein Baby friedlich schlummert, sei es aufgrund der sättigenden Flaschennahrung, die es gerade bekommen hat oder wegen der saugstarken Windel, die die ganze Nacht für ein Gefühl eines trockenen Popos sorgen soll.

Doch die Realität sieht oft ganz anders aus! Die Einschlafbegleitung dauert gefühlt eine Ewigkeit, das Baby weint sich in den Schlaf und in der Nacht will es stündlich an die Brust. Durch die Werbung, die uns suggeriert, dass Babys nachts tief und fest schlafen, kann dann leicht das Gefühl entstehen, dass mit dem eigenen Kind etwas nicht stimmt, wenn es nicht von 19 – 7 Uhr durchschläft.

 

In diesem Beitrag möchte ich darauf eingehen, was den Kinderschlaf stören kann und warum Babys nachts oft munter werden. Nur wenn wir diese Faktoren kennen und berücksichtigen, können wir die besten Bedingungen für friedliche und erholsame Nächte schaffen.

Deswegen lasst uns gemeinsam einen Blick auf die Welt des Babyschlafs werfen und herausfinden, wie wir für eine ruhige und erholsame Nachtruhe für unsere kleinen Lieblinge sorgen können.

Was stört den kindlichen Schlaf?

Wieso unsere Jüngsten nachts häufig aufwachen und warum das wichtig für ihr Überleben ist, darum geht es in einem anderen Artikel „Können Kinder schlafen „lernen?“ Und warum Babys und Kinder schlafen wie sie schlafen.

In diesem Artikel möchte ich noch genauer auf einige Gründe, die dafür sorgen dass der kindliche Schlaf gestört wird, eingehen. Auf manche Faktoren haben wir zwar keinen Einfluss, jedoch hilft es uns Eltern die unruhigen Nächte eher zu akzeptieren, wenn wir wissen, was dahinter steckt.

Warum wacht mein Baby so oft auf

11 Gründe warum Babys nachts oft munter werden &
Tipps zur raschen Abhilfe

1. Hunger & Durst

Der Magen von Neugeborenen und Babys ist noch sehr klein, deswegen brauchen sie auch in der Nacht oft noch Nahrung, um sich gut zu entwickeln. Wenn du stillst, mache es dir so bequem wie möglich, vielleicht kannst du deinem Baby sogar im Liegen die Brust geben und so schnell wieder weiter schlafen.

Wenn dein Kind ein Fläschchen bekommt, bereite alles so vor, dass du alles schnell griffbereit hast und dein Baby in einer bequemen Position füttern kann.

2. Volle Windel und/oder Ausscheidungsbedürfnis:

Eine volle Windel kann für Unbehagen sorgen und das Baby aufwecken. Außerdem wird gegen 4/5 Uhr in der Nacht die Urinproduktion wieder vermehrt angeregt, das sorgt dafür, dass auch wir Erwachsenen um diese Zeit häufig auf die Toilette müssen.

Wenn dein Baby regelmäßig um diese Zeit unruhig wird und schlecht wieder einschlafen kann, versuche die Windel zu öffnen oder es über einem Töpfchen abzuhalten, damit es sich so erleichtern kann.

3. Schlafzyklus

Wenn du merkst, dass dein Baby häufig zu einer bestimmten Zeit aufwacht (in der Leichtschlafphase am Ende eines Schlafzyklus) und deine Nähe zum wieder einschlafen braucht, kannst du versuchen, dich schon bevor dein Kind aufwacht zu ihm zu legen um ihm die Nähe und Sicherheit vermitteln, die es braucht.
So muss es gar nicht erst ganz munter werden und nach dir rufen und kann so leichter wieder einschlafen.

4. Unwohlsein & Schmerzen

In den ersten Monaten sind es oft Bauchschmerzen die unsere Lieblinge quälen, danach sind es häufig die Zähne die für unruhige Nächte sorgen können. Untertags rate ich, vor allem bei Bauchschmerzen, dein Baby ins Tuch oder in die Trage zu nehmen. Da bekommen sie nicht nur die Nähe die sie brauchen, gleichzeitig wird durch die Bewegung noch der Bauch wohltuend massiert.

Für die Nacht empfehle ich darauf zu achten, dass der Tag ruhig verläuft, weil Stress die Beschwerden verstärken kann, und viel Nähe und Fürsorge. Achte dabei auch gut auf dich, hol dir Unterstützung und nimm dir so oft wie möglich eine Pause um dich auszuruhen.

5. Bedürfnis nach Nähe

Neugeborene brauchen generell viel Nähe. Wenn Babys noch dazu in der Nacht aufwachen und es dunkel und leise ist, brauchen sie die Geborgenheit von Mama und Papa noch mehr.

Sorge dafür, dass du rasch für deinen Liebling da sein kannst. Besonders gut geht das, wenn es neben dir im Beistellbett oder im Familienbett schläft. So muss es erst gar nicht ganz munter werden und kann rasch wieder beruhigt einschlafen.

6. Schlafregression

Im Laufe seiner Entwicklung durchläuft jedes Baby mehrere Schlafregressionen. Dabei verändert sich der Schlaf und die Säuglinge wachen in dieser Phase häufiger auf, schlafen schlechter ein oder schlafen generell unruhiger. Die intensivsten Schlafregressionen sind mit zirka 4, 8, 12, 18 und 24 Monaten und dauern ca. 3-4 Wochen, manchmal auch bis zu 6 Wochen.

Dein Kind braucht vor allem Fürsorge und viel Nähe in diesen Phasen. Diese Zeiten sind oft sehr herausfordernd für uns Eltern, deswegen sorge auch gut für dich!

7. Entwicklungssprung

Im ersten, und auch im zweiten, Lebensjahr entwickeln sich unsere Kinder rasant! Das wirkt sich auch auf die Nächte aus und diese können während eines Entwicklungssprungs oft unruhig sein.

Sorge dafür, dass du die Tage eher ruhig gestaltest um dein Baby nicht zu überfordern und es das neu Erlernte gut integrieren kann.

8. Schlafumgebung

Ist es im Zimmer zu hell, zu dunkel, zu laut, zu warm, zu kalt, kann das den Schlaf deines Babys negativ beeinflussen. In der Nacht soll es dunkel und leise sein.

Manche Kinder mögen auch gerne ein gedämpftes Nachtlicht. Als Nachtlicht empfehle ich ein gedämpftes rotes oder grünes Licht.

Achte auch auf eine angenehme Temperatur im Schlafzimmer und dass dein Kind nicht zu warm eingepackt ist.

Baby- und Kinderschlaf

9. Mororeflex

Bei Neugeborenen wird häufig der Mororeflex ausgelöst, wodurch sie aus dem Schlaf aufschrecken können. Dieser Reflex wird ausgelöst, wenn sich das Baby erschreckt (durch laute Geräusche oder plötzliche Berührung) oder wenn es das Gefühl hat zu fallen. Es dauert ca. 6 Monate bis der Reflex integriert ist.

Wenn du den Eindruck hast, dass dein Baby beim Einschlafen oft erschrickt, versuche mit Hilfe eine Tuches oder Stillkissens eine Begrenzung an Kopf und Schultern zu legen.

10. Übermüdung/Überforderung

Nach einem ereignisreichen Tag voller Action kann es sein, dass dein Kind, entgegen aller Erwartungen, schlechter schläft als sonst. Das kann daran liegen, dass das Kind überfordert und gestresst ist, und deswegen unruhiger schläft. Wenn es untertags wenig geschlafen hat oder übermüdet ins Bett geht, kann sich das auch negativ auf die Nachtruhe auswirken.

Wenn du feststellst, dass dein Kind leicht überfordert ist, achte auf einen ruhigen Tagesablauf und genügend Ruhepausen am Tag.

11. Innere Unruhe der Eltern

Unsere Babys und Kinder sind sehr feinfühlig! Wenn du deinen Liebling ins Bett bringst und innerlich deine To-Do-Liste durchgehst und nur darauf wartest dass dein Baby endlich einschläft, spürt das dein Kind und kommt so schwerer zur Ruhe. Dann dauert es gefühlt eine Ewigkeit bis dein Kind endlich schläft und du wirst nur noch gestresster.

Deswegen versuche dich zu entspannen und dir die Einschlafbegleitung so angenehm wie möglich zu gestalten. Du könntest die Zeit, die du bei deinem Baby im Bett liegst dafür nutzen um z.B. zu meditieren oder deinen Lieblingspodcast zu hören.

Fazit: Was unsere Jüngsten brauchen, wenn die Nächte unruhig sind

Was Babys brauchen wenn die Nächte unruhig sind

Anstrengende Nächte als größte Herausforderung

Die anstrengende Nächte – das häufige munter werden und lange Begleiten beim Einschlafen – sind oft die größte Herausforderung für uns Eltern – vor allem in den ersten paar Monaten.

Wie du siehst, kann es viele verschiedene Gründe haben, warum dein Liebling nachts so oft munter wird. Das können natürliche Bedürfnisse sein, wo man relativ rasch Abhilfe schaffen kann, wie Hunger, Durst oder Harndrang, oder aber auch entwicklungsbedingte Gründe auf die man wenig Einfluss hat, wie Schlafregressionen und Entwicklungssprünge, wo unser Baby ganz viel Nähe und Fürsorge von uns braucht. Und oft wissen wir gar nicht, was es im Moment ist, was unsere Kinder nicht schlafen lässt.

Es ist völlig normal, dass Babys und Kleinkinder nachts häufig aufwachen

Das Wichtigste ist es zu wissen, dass es vollkommen normal ist, wenn unsere Jüngsten nicht alleine einschlafen oder nicht durchschlafen, auch wenn uns die Werbung, etwas anderes suggeriert.

Was Babys und Kinder brauchen sind Eltern die ihnen Liebe schenken und auch auf sich selbst gut achten

Was unsere Babys brauchen um abends loslassen zu können um einzuschlafen, sind wir Eltern mit unserer Liebe und Fürsorge. Und Eltern, die auch auf ihr eigenes Wohlbefinden achten und so gut wie möglich dafür sorgen, dass sie in ihrer Kraft und Energie sind, auch wenn die Nächte anstrengend sind. Denn nur so können sie auch gut für ihre Kinder da sein!

Du kommst alleine nicht weiter?

Wenn du das Gefühl hast, alleine nicht weiter zu kommen und du ausgelaugt bist, melde dich gerne bei mir und wir schauen gemeinsam, wie du wieder zu mehr Erholung kommen kannst. Denn nur so kannst du auch gut für deinen Liebling da sein. Hier kannst du mich kontaktieren, ich bin gerne für dich und deine Familie da!

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Wenn du mehr darüber erfahren willst, warum Babys schlafen wie sie schlafen und ob unsere Kinder schlafen „lernen“ können, dann klicke hier.

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